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Digital Transformation, Other, Research • 4 Minuten Lesedauer

Die agile Digitalagentur: Fit für die Zukunft

Martin Roxlau | 29-01-2020

Mehrere, große Projekte laufen parallel, drei Pitches stehen an und kurz vor dem Go Live einer neuen Website kommen noch Änderungswünsche vom Kunden: Ganz normaler Alltag in einer Digitalagentur. Um trotzdem Deadlines und Budgets einzuhalten und Kunden glücklich zu machen, ist ein effizientes Projektmanagement Pflicht. Die Herausforderung: Das klassische Agentur-Projektmanagement stößt in Folge der Digitalisierung häufig an seine Grenzen. Im Spannungsfeld zwischen immer schnelleren Technologiesprüngen, sich laufend ändernden Kundenerwartungen und globalem Wettbewerbsdruck trifft diese Entwicklung insbesondere Digitalagenturen mit voller Wucht.

Agentur-Projektmanagement im Wandel

Egal wie akribisch Projektmanager planen, briefen, organisieren und controllen – je komplexer das Projekt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Anforderungen im Projektverlauf ändern. Sei es, weil Marktakteure Wertschöpfungsketten auf den Kopf stellen, dass technische Innovationen völlig neue Features ermöglichen oder dass das Anwenderfeedback bei den ersten Tests anders ausfällt als erwartet.

Das traditionelle „Wasserfall“-Projektmanagement mit seinem festen Projektplan, starren Prozessen und Milestones ist nicht flexibel genug, um auf dieses VUCA-Umfeld zu reagieren.
Lastenhefte, umständliche Abstimmungsrunden, lange Validierungsphasen und Kompetenzsilos in Spezialistenteams harmonieren nicht mit wendigen Start-ups, disruptiven Geschäftsmodellen und der Dynamik moderner Kanäle, Plattformen und Touchpoints.
Neue Erkenntnisse oder unerwartete Probleme in einen komplexen Projektplan einfließen zu lassen, ist umständlich und verzögert alle nachfolgenden Phasen. Im schlimmsten Fall werden nicht nur Budgets überzogen und das Time-to-Market verlängert, sondern es entstehen Produkte, die der Markt so nicht (mehr) braucht.

Kein Wunder also, dass viele Digitalprojekte scheitern. Ein stures Abarbeiten einmal verabschiedeter Projektpläne macht wenig Sinn, wenn sich das Projektziel auf dem Weg mehrfach verändert. Die Folge sind enttäuschte Kundenerwartungen – und frustrierte Mitarbeiter, die doch schließlich alles gegeben haben, um die definierten Milestones zu erreichen.

Warum agil?

Wäre es nicht besser, sich nicht lange mit einer Detailvorplanung aufzuhalten (die erfahrungsgemäß sowieso nach wenigen Wochen nicht mehr aktuell ist), sondern stattdessen zügig zu starten und den Projektverlauf flexibel an Marktbedingungen und Kundenerwartungen auszurichten?
Viele Agenturen testen dieses agile Vorgehen bereits mit Erfolg.

Agiles Projektmanagement mit Methoden wie Scrum, Kanban und Design Thinking setzen auf kleine, überschaubare Teilschritte, maximale Transparenz und einen intensiven Dialog in den Teams und mit dem Kunden. Auf Basis einer gemeinsam definierten Vision erhalten die Teams den Freiraum, die beste Lösung für die jeweilige Aufgabe zu finden – tragen aber auch die Verantwortung für ein termingerecht lieferbares, funktionierendes Zwischenergebnis.
In kurzen, regelmäßigen Abständen erhält der Kunde Einblick in den Fortschritt und kann durch sein Feedback die Priorisierung der nächsten Teilschritte flexibel mitgestalten.
Großer Vorteil: Fehler, Sackgassen und Kursänderungen führen nicht zu Blockaden, sondern lenken das Projekt in kleinen Schritten in die richtige Richtung.

  • Schneller Projektstart
  • Hohe Flexibilität
  • Maximale Transparenz
  • Effiziente Workflows
  • Positive Fehlerkultur
  • Optimierter Wissenstransfer
  • Kurze Time-to-Market
  • Nutzerorientierte Ergebnisse

Positiver Nebeneffekt: Agil arbeitende Teams sind erfahrungsgemäß motivierter und zufriedener. Auch im „War of Talents“ haben deshalb viele agile Agenturen die Nase vorn, erwartet doch die anspruchsvolle Generation Z moderne Arbeitsmodelle mit flachen Hierarchien, Wertschätzung und Eigenverantwortung – also genau die Rahmenbedingungen, die auch agiles Projektmanagement einfordert.

Im nächsten Blogbeitrag dieser Serie stellen wir agile Modelle für Digitalagenturen vor und zeigen, warum der Einsatz agiler Projektmanagement-Methoden allein noch nicht zu einer agilen Transformation führt.  

Wenn Sie tiefer in das Thema einsteigen möchten, lassen Sie sich gerne von uns beraten.

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Martin Roxlau

Director Sales and Business Development

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