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Die erfolgreiche Digitalstrategie #1: Es ist fünf vor zwölf!

29. Juni 2018

„Alarmierend ist, dass jedes fünfte Unternehmen sich bisher noch nicht eingehend mit dem Aufbau digitaler Fähigkeiten beschäftigt und keine entsprechende Strategie definiert hat. Deutsche Händler und Hersteller setzen ihre Marktposition gegenüber ihren internationalen Wettbewerbern aufs Spiel, wenn sie die digitale Transformation zu langsam und zögerlich angehen.“

Gerd Bovensiepen, Leiter Bereich Handel und Konsumgüter, PwC Deutschland und EMEA 

Ob Start-up oder etablierter Konzern: Kein Unternehmen kann es sich leisten, die digitale Transformation aufzuschieben. Das Ausruhen auf Erfolg ist keine Option, wie zahlreiche Beispiele traditionell erfolgreicher Unternehmen zeigen: Kodak entwickelte bereits 1975 eine digitale Kamera, erkannte aber das Potenzial der Technologie nicht und meldete statt großer Erfolge 2012 Insolvenz an. Quelle belächelte die Idee des Online-Vertriebs, als 1994 das Startup Amazon begann, seine Waren über das Internet zu verkaufen. Blackberry entwickelte Jahre vor Apple ein Smartphone und HP konzipierte lange vor dem Amazon Kindle einen E-Reader – beide Unternehmen setzten jedoch nicht auf diese Erfindungen und wurden von der mutigeren, kundenorientierteren Konkurrenz überholt.

Sie haben den Handlungsbedarf erkannt, Ihr Unternehmen zu digitalisieren? Wunderbar, denn damit sind Sie vielen Ihrer Wettbewerber einen Schritt voraus! Aber welche Digitalstrategie verspricht Erfolg? Wie bündeln Sie Ihre digitalen Projekte und wie stellen Sie sicher, dass alle Bereiche Ihres Unternehmens auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten?

Denn nur dann werden Ihre Anstrengungen nicht in unzusammenhängenden Einzelmaßnahmen verpuffen, sondern zu einer tiefgreifenden und nachhaltigen digitalen Transformation führen. Nur wenn Sie Ihre Ideen und Anstrengungen statt in unzusammenhängenden Einzelmaßnahmen als „großes Ganzes“ planen, werden Sie eine zukunftsorientierte und erfolgreiche digitale Transformation durchführen können.

Die Digital-Strategie ist der „Rote Faden“, eine digitale Roadmap, an der sich alle Ihre E-Business-Aktivitäten ausrichten müssen. Leider gibt es jedoch keine Blaupause für den Erfolg. Alle Märkte sind im kontinuierlichen Wandel und Kundenwünsche, Kanäle, Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsketten und Technologien ändern sich schneller als je zuvor.

Tradition ist im E-Business kein Geschäftsmodell

Pioniere wie Amazon, Zalando & Co setzen die Benchmarks und wer in diesem dynamischen Wettbewerb bestehen will, muss mit dem hohen Tempo und der enormen Dynamik mithalten können. Mit der Investition in neue Tools und Technologien ist es dabei nicht getan: Nur Unternehmen die etablierte Geschäftsmodelle hinterfragen und Disruption nicht als Risiko, sondern als Chance begreifen, werden die Digitalisierung erfolgreich meistern. Bücherlesen bleibt ein haptisches Erlebnis? Nur Verlage garantieren journalistische Qualität? Mode muss man vor dem Kauf anprobieren können? Viele Unternehmen, die auf solchen und ähnlichen traditionellen Modellen beharrten, stehen heute vor dem Aus.

„Innovation unterscheidet den Vorreiter von den Verfolgern“, brachte es Apple-Gründer Steve Jobs auf den Punkt. Ein Umfeld, das Innovationsgeist fördert, wird auch im E-Commerce zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Die Nase vorn haben hier Unternehmen mit einem agilen Mindset und einem mutigen Management. Firmen brauchen die Bereitschaft, ihr Geschäftsmodell radikal neu zu erfinden und flexibel auf Marktänderungen zu reagieren – idealerweise Trends sogar vor dem Wettbewerb zu antizipieren.  Auch wenn das bedeutet, dass Unternehmen auf den ersten Blick ihr eigenes Geschäftsmodell angreifen, wie beispielsweise Amazon mit dem Kindle-Konzept den eigenen Vertrieb von Büchern.

Mut zum Handeln bedeutet hier aber keineswegs die Aufforderung zu blindem Aktionismus. Um die Weichen richtig zu stellen und eine passgenaue Digitalisierungsstrategie zu entwickeln, ist ein detailliertes Verständnis Ihres Marktes, Ihrer Marke und Ihrer Ziele notwendig.

Digitalisierung muss einen Mehrwert liefern

Was häufig falsch verstanden wird: Digitalisierung führt nicht automatisch zum Erfolg, nur weil Unternehmen Prozesse digitalisieren oder ihr Portfolio in einem Online-Shop anbieten. Ja, jeder Technologiesprung bietet neue Möglichkeiten. Aber jede smarte Software, jede innovative Technologie muss daraufhin überprüft und bewertet werden, ob und wie sie zur Wertschöpfung des Unternehmens beiträgt. Kann das Kundenerlebnis optimiert werden? Sinken die Kosten? Wird der Zugang zum Produkt vereinfacht oder beschleunigt? Oder entstehen sogar völlig neue Angebote, die Kundenwünsche (besser) befriedigen?

Ausgangspunkt der digitalen Transformation ist deshalb immer eine fundierte Analyse Ihrer individuellen Rahmenbedingungen. In Teil 2 unserer Blogserie gehen wir in die Praxis und stellen die Fragen, die jede Digitalstrategie beantworten sollte, unter anderem:

  • Wie sieht Ihr Wunschkunde aus, welche Bedürfnisse und Pain Points hat Ihre Zielgruppe?
  • Wie sieht eine typische Customer Journey Ihrer Kunden aus?
  • Wie wird eine Customer Experience Map erstellt?

Wenn Sie mehr zu Werteversprechen, Personas, Customer Experience Maps und Touchpoints erfahren möchten, dann lesen Sie in wenigen Tagen Teil 2 unserer Blogserie.

 

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