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Badinspirator

6. September 2016

Mit Virtual Reality zum eigenen Traumbad

 

Ein schönes Badezimmer ist die persönliche Wohlfühloase in den eigenen vier Wänden. Ein Rückzugsort, an dem man entspannen und regenerieren kann. Mit dem neuen virtuellen Beratungskonzept von Richter+Frenzel, einem der führenden deutschen Großhändler für Sanitär und Haustechnik, lässt sich in nur wenigen Schritten das eigene Traumbad individuell planen und gestalten.

Wilhelm Schuster, Vorsitzender der Geschäftsführung R+F, erklärt uns in einem Interview in der Q3 /2016 Ausgabe des Produkt Kultur Magazins wie:

Herr Schuster, seit wann bieten Sie Ihren Kunden Badplanungen auf Basis von Virtual Reality?

Wir haben damit Anfang vergangenen Jahres begonnen. Als Erstes wurde diese neue Verkaufs- und Beratungsform in unserem Bad-Center in Hirschaid eingesetzt. Dort begann die Digitalisierung mit der Verwendung sogenannter iBeacons. Der Begrif lässt sich mit „Funkfeuer“ übersetzen, wenn man so will. Unser Unternehmen hat mit dieser
Technologie tatsächlich Neuland beschritten, denn der Beacon-Markt war zwar zu diesem Zeitpunkt schon in Bewegung gekommen, in Deutschland aber hatte der Handel die Neuerung noch gar nicht richtig erkannt und aufgegrifen. Wir haben diesen Standort also zunächst mit insgesamt 60 iBeacons ausgestattet. Diese senden Signale aus, sodass ein Kunde, sobald er in unseren Geschätsräumen vor einem Bad steht, auf dem Display eines Tablets sofort darüber informiert wird, was die einzelnen Produkte kosten und was für Einbau und Installation zu zahlen ist. Nach unserer Erfahrung gibt es kaum etwas Schwierigeres, als ein Bad einzurichten oder zu modernisieren. Alles muss praktisch sein, die Ästhetik soll stimmen, aber die vorgegebene Raumgröße, vorhandene Ecken oder Nischen müssen mit berücksichtigt werden. Um hier die Auswahl zu erleichtern, haben wir nach dem ersten Schritt zur Digitalisierung noch etwas Zusätzliches gewagt und unseren Kunden die 3-D-Brille „realityPro“ an die Hand gegeben. Damit kann man sofort sehen, wie das eben in Autrag gegebene neue Bad aussehen wird.

Wie geht so eine Badberatung im Detail vor sich?

In unseren Ausstellungen präsentieren wir Beispiel-Bäder in unterschiedlichen Preiskategorien. Für den Endkunden ist das eine klare Sache, er weiß, was er ausgeben muss, um eine bestimmte Badeinrichtung zu bekommen. Auch für den Fachberater ergibt sich damit ein Verkaufsgespräch, bei dem der zur Verfügung stehende Kostenrahmen ofenliegt und ohne Schwierigkeiten eingehalten werden kann. Doch ist ein solcher Ablauf nicht die Regel. Bäder werden längst nicht immer komplett übernommen. Die Kunden haben eigene Vorstellungen, Zusatzwünsche et cetera. Gemeinsam mit unseren Fachberatern entwickeln sie im Gespräch eine detaillierte Planung, die alle wichtigen Punkte von den Kosten bis hin zum Grundriss des Raumes berücksichtigt. Ist die Planung abgeschlossen, erstellen wir mithilfe eines 3-D-Programms die Badplanung nach realen Maßangaben. Man kann auf dem Bildschirm schon sehr gut erkennen, wie das neue Bad wirkt und aussieht. Mit der dreidimensionalen VR-Brille „realityPro“ führt die Planung dann direkt ins neue Bad: Die Daten aus dem Beratungsgespräch werden exportiert und per WLAN übertragen. Durch die Brille kann der Endkunde sein Wunschbad im 360-Grad-Modus anschauen und prüfen. Setzt man die Brille auf, ist es tatsächlich so, als stünde man im eben ausgewählten Bad. Der Eindruck ist wirklichkeitsgetreu und überwältigend.

Welcher Informationen bedarf es, um Kunden ein verlässliches
Bild ihres potentiellen Traumbads liefern zu können?

Klare Maßangaben und konkrete Produktvorgaben. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, lässt sich seriös planen. Im Grunde ändert sich da nichts. Auch bisher konnte eine Beratung nur dann zielführend gelingen, wenn alle Basisdaten vorhanden waren. Mit der Digitalisierung werden keine Zusatzinfos abgefragt. Die Technik verlangt nur Genauigkeit. Handelt man danach, dann ist auch die bildhate Übertragung beeindruckend genau.

Welche softwaretechnischen Prozesse laufen bei solch einem 3-D-gestützten Programm im Hintergrund ab?
Umstürzend Neues geschieht da nicht, wir haben es hier nicht mit einer Revolution zu tun. Es werden Bilder errechnet und übertragen, das gibt es schon länger. Entscheidend ist der Einsatz dieser Technologie in neuen Verkaufsbereichen und Geschätsfeldern. Virtual Reality, das ist ja inzwischen eine Angebots- und Verkaufstechnik, die auch in anderen Branchen bis hin zur Automobilindustrie entdeckt wird. Showrooms, die es vorher nie gab, werden entwickelt, und bieten – auf engstem Raum – ein Warensortiment an, wie man es so noch nie gesehen hat. Früher fehlte dafür der Platz, mit der Virtual Reality-Technik braucht man den nicht mehr. Wir nehmen allerdings für uns in Anspruch, im Badund Sanitärbereich Pionierarbeit geleistet zu haben. Und wir zeigen keine Fantastereien, sondern die Wirklichkeit – so wie sie der Kunde für sich entdeckt hat und wie er sie erleben will. Wir schließen die Lücke zwischen Online- und Olinewelt mit einem vollkommen neuartigen Einkaufserlebnis für den Käufer.

Welche Vorteile hat dieses Konzept im Vergleich zu konventionellen Gesprächen für den Kunden, aber auch für Ihr Haus?

Der Kunde erfährt von Anfang an, was er bekommt. Das ist das Entscheidende. Niemand hat eine so präzise Vorstellungskrat, dass für ihn der Einkauf von Bad- und
Sanitärprodukten oder gar die Entscheidung für ein ganzes Badezimmer vollkommen risikolos wäre. Egal, wie gut die Beratung war, irgendwas ist später immer anders, als man es sich vorgestellt hat. Das kennen wir alle. Mit der VR-Brille entfällt dieses Risiko. Der Kunde sieht auf der Stelle, ob er gut gewählt hat, ob „sein“ Bad schön aussieht, ob die Dusche richtig platziert ist oder ob der Waschtisch so großartig wirkt, wie im Katalog. Störendes entdeckt er sofort und kann es korrigieren. Das hilt natürlich auch uns. In der Vergangenheit hat es gelegentlich Spannungen gegeben, wenn ein
Kunde mal falsch gewählt hat. Bei Käufern, die mithilfe dieser Brille ihre Entscheidungen getrofen haben, gibt es das nicht.

Wie ist die Resonanz auf Kundenseite?

Sehr gut. Die Kunden, die die neue Technik kennengelernt haben, sind sehr zufrieden. Ihre Reaktion ist durchgängig positiv. Und weil wir seit den Anfängen im April
vergangenen Jahres so viele positive Erfahrungen gesammelt haben, indet sich diese moderne Technologie heute natürlich in all unseren R+F Home-Standorten und in
allen R+F Badcentern. Im Moment bereiten wir die vierte RIFA in Nürnberg vor, eine Fachmesse fürs Handwerk, die von unserem Unternehmen ins Leben gerufen worden ist. Der Schwerpunkt wird der digitale Wandel im Fachhandwerk unserer Branche sein. Es werden prominente Gäste erwartet, hochkarätige Aussteller und exzellente Vortragsredner, die uns Gegenwart und Zukunt bestens erklären können.

Wie werden wir in fünf bis zehn Jahren im Rahmen Digitaler Transformation Räume und Flächen planen können?

Welche technologischen Sprünge werden wir bis dahin machen? Prophezeiungen sind immer etwas riskant, aber ich will es einmal wagen. Ausgehend vom technologischen Istzustand werden die Online- und Olinewelten sicher noch weiter zusammenwachsen, es gibt dann in vielen Bereichen keine Grenzlinie mehr, „no line“. Immer kleinere, erlebnisorientiertere Verkaufslächen werden zum Geschätsmodell. Schon heute ist es ja so, dass die Firmen, die vor einiger Zeit vor die Tore der Stadt gezogen sind, wieder zurück in die Citys drängen. Ausladende Angebots- und Kaufräume brauchen
sie nicht mehr. Dieser Prozess setzt sich fort. Digitale Verkaufstechniken werden dann noch wichtiger, als sie es heute schon sind. Dazu kommen verbesserte Rechnerkapazitäten, die vermutlich noch ganz andere Dinge sichtbar und möglich machen, als es die VR-Brille heute vermag. Aber diese Brille, die uns heute noch ein wenig exotisch erscheint, wird auf vielen Feldern von den Menschen genutzt werden. Sie wird zum Alltagsgegenstand. Darauf lege ich mich einfach mal fest.

www.richter-frenzel.de

 

RICHTER+FRENZEL UND OSUDIO


In den vergangenen Jahren sind die Anforderungen der Kunden an die Verfügbarkeit digitaler Produktdaten gestiegen. Um die aktuellen und zukünftigen Erwartungen ihrer Klienten zu erfüllen, entschieden Richter+Frenzel, sich auf die Qualität ihrer Produktdaten zu konzentrieren und Marktführer in diesem Bereich zu werden. Die Verwendung eines efizienten und leistungsfähigen Product Information Management-Systems ist das Herzstück dieser Strategie. Gemeinsam mit Osudio bereitet das Unternehmen die Einführung seiner ganz neuen Product Information Management und Publishing-Plattform vor.


interview pressespiegel


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